Die VG Bild-Kunst vergibt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Künstlerbund den HAP-Grieshaber-Preis – den einzigen deutschen Kunstpreis von Künstler*innen für Künstler*innen. Mit 25.000 Euro zählt der Preis zu den höchstdotierten Kunstpreisen Deutschlands. Seit über 25 Jahren zeichnet er herausragende Positionen der zeitgenössischen bildenden Kunst aus.
Der Preis ist eng mit der VG Bild-Kunst und dem Deutschen Künstlerbund verbunden: HAP Grieshaber selbst gehörte 1950 zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Künstlerbundes und war über ein Jahrzehnt Mitglied in dessen Vorstand. Seit den 1970er Jahren hat er sich außerordentlich für die Urheberrechte bildender Künstler*innen eingesetzt. HAP Grieshaber war maßgeblich am Aufbau der VG Bild-Kunst beteiligt und Mitglied im Verwaltungsrat.
Ausgezeichnet werden künstlerische Positionen, die sich engagiert und konsequent mit gesellschaftlich relevanten, politischen und gegenwartsbezogenen Themen auseinandersetzen – in der ideellen Nachfolge HAP Grieshabers, der sich zeitlebens gegen Anpassung stellte und aus Protest seine eigene Professur aufgab.
Der Preis richtet sich bewusst an hauptberuflich freischaffende Künstler*innen, die nicht institutionell gebunden sind. Die Kandidat*innen kommen aus allen Bundesländern, um künstlerische Positionen auch jenseits der etablierten Zentren in den Fokus zu nehmen.
Ausgewählt wird der*die Preisträger*in in einem zweistufigen Verfahren: Zunächst schlagen benannte Personen aus möglichst allen 16 Bundesländern Kandidat*innen vor. Eine unabhängige, nicht-professoral besetzte Auswahl-Jury trifft anschließend die Entscheidung.
Was ist geplant: Neben dem Preisgeld erhält der*die Preisträger*in eine Ausstellung im Projektraum des Deutschen Künstlerbundes in Berlin sowie ein öffentliches Vermittlungsformat. Der Preis ist zunächst für fünf Jahre (2026–2030) ausgelobt.
Der*Die Preisträger*in wird voraussichtlich Ende November 2026 bekannt gegeben. Die Ausstellung im Projektraum des Deutschen Künstlerbundes mit Preisvergabe eröffnet im Frühjahr 2027.
Weitere Neuigkeiten zum HAP-Grieshaber-Preis: Website.
